1992 - Start der Hockeyabteilung

Im Frühjahr 1992 machte der damalige 1. Vorsitzende der Tennisabteilung, Wolfgang Tismer, die ersten Schritte in Richtung Hockey, indem er das Bezirksamt Reinickendorf - Abt. Jugend und Sport - ersuchte, die Rasenfläche im Göschenpark zum Training für Hockey zuzulassen.

Das Anliegen wurde genehmigt und im Mai 1992 fand nunmehr dort die erste Hockey-Demonstration des Vereins statt. Spartenleiter-Hockey bei den Berliner Bären, Abt. Tennis und Hockey, wurde Manfred Weisel.

Erster Trainer war Roberto Castorino. Besonderer Dank gebührt an dieser Stelle Gudrun und Wibke Weisel, die sich zunehmend in das Traininggeschehen einbrachten.

 

1994 - Die Abteilung Hockey im Wandel

Am 31.03.94 lief der Vertrag von Roberto aus. Es folgten große Turbulenzen: Austritte, die Auflösung von Mannschaften.

Das Ende der jungen Hockey-Sparte schien unausweichlich. Das mochten aber einige Hockey-Begeisterte so nicht sehen: Die Initiative ergriff dann Andreas Müller-Reichenwallner als neuer Spartenleiter. Annette Tentrop übernahm die Funktion des Jugendwartes.

Mit großer Unterstützung durch Lothar Kubig gelang es, die verbliebenen Kinder und Jugendlichen – und nicht zuletzt auch deren Eltern - bei der Stange zu halten. Gespielt wurde zunächst weiter auf der Rasenfläche im Park, die aber nicht unbedingt eine ideale Spielstätte darstellte.

 

1995 - Training auch auf Kunstrasen

Somit war es ein großer Fortschritt, als das Sportamt Reinickendorf endlich 1995 einige wenige Trainingseinheiten wöchentlich auf dem Kunstrasenplatz 2 im Göschen-Stadion bewilligte.

 

1996 - neues Trainerteam

1996 konnte Hartmut Scherz als Trainer engagiert werden. Er wurde unterstützt von Klaus Funda. Mit großem persönlichen Einsatz konnten sie die jungen Spieler begeistern und auch sportlich erfolgreiche Mannschaften zusammenstellen.

 

1997 - Bären werden erfolgreiche Turniermannschaft

So konnten 1997 die Knaben D bei einem Turnier in Rostock den ersten Platz erringen. Es folgte die Teilnahme an Turnieren in Bayreuth sowie verschiedene Fahrten zu Hamburger Hockeyvereinen. Im Jahr 1998 wurde die Jugend A Sieger im Berliner Pokal!

Doch auch die Arbeit für eine breitere Mitgliederbasis wurde nicht vergessen. Mit großem Einsatz und fachlich kompetent, intensivierten Hartmut Scherz, Lothar Kubig und Friedrich Tentrop in den Schulen des Bezirkes die Hockey-Werbung.

Mit Jerome Airaud, Jens-Uwe Jablonka, Hendrik Melz, und Friedrich Tentrop übernahmen Jugendliche das Training der Minis und der Knaben D und kompensierten so den permanent bestehenden Mangel an Trainern, unter dem auch die Jugend A und die 1. Herrenmannschaft zu leiden hatten.

Für kurze Zeit trainierte Pauline Kampa eine Mädchenmannschaft. Durch die genannten gemeinschaftlichen Aktionen wuchs die Zahl der Mitglieder stetig und auch die Leistungen der Teams in Turnieren sowie in den Pokal- und Meisterschaftsrunden überzeugten.

Wie sehr sich auch das innere Gefüge der Hockeysparte gefestigt hatte, ließen vielfältige geplante wie auch spontane feuchtfröhliche Feste und Feten unschwer erkennen.

 

1997 - mehr Trainingsmöglichkeiten durch neuen Kunstrasenplatz

Im Sommer 1997 öffnete das Sportamt den Kunstrasenplatz 2 im Stadion für Hockey- Verbandsspiele. Hauptspielplatz musste trotz zunehmender Verunreinigung der Rasenplatz im Göschenpark bleiben. Als 1999 dieser jedoch von Wildschweinen umgepflügt und somit unbespielbar geworden war, wurde die Lage prekär.

 

2000 - Spiel- und Trainingsbetrieb wird komplett auf den Kunstrasenplatz verlegt

Glücklicherweise genehmigte das Sportamt Reinickendorf daraufhin ab 2000 die Verlegung des gesamten Trainings- und Spielbetriebes auf den Kunstrasenplatz 2. Versuche, eine Halle für ein notwendiges Wintertraining zu erhalten, scheiterten. Zudem musste der gerade erst gewonnene Kunstrasenplatz 2 für fast zwei Jahre aufgegeben werden, da eine Grundüberholung anstand. Die Arbeiten verliefen sehr schleppend, tröstlich war allerdings die Aussicht auf einen neuen Platzbelag mit Hockeykreidung und Beregnung.

Hockey hatte also auch im Bewusstsein der Sportverantwortlichen im Bezirk an Boden gewonnen. In der Umbauzeit musste der Trainings- wie auch der Punktspielbetrieb auf dem Platz an der Aroser Allee stattfinden. Hierzu bedurfte es eines großen Aufwandes an Organisation und Flexibilität. Nach Fertigstellung des Kunstrasenplatzes 2 konnte die Hockey-Sparte der BB erstmals fünf Mannschaften beim Berliner Hockey-Verband anmelden: Herren I, Jugend B, Knaben B, Knaben C sowie Knaben D.

 

2005 - weiter steigende Mitgliederzahlen

Die Zahl der hockeyinteressierten Kinder steigt weiterhin und ist im Jahr 2005 auf 120 Kinder gestiegen, dadurch konnten die Berliner Bären im Jahr 2005 in allen Altersklassen des Berliner Hockeyverbandes Mannschaften melden (Kn E - Kn A, Jugend A/B).

Meine Tätigkeit als Jugendwart endete am 22.2.2001. Die Chronik ist nicht lückenlos, es gäbe noch viele persönliche Reminiszenzen. Geschichten und „Geschichtchen“. Dies jedoch an anderer Stelle. Mich noch einmal mit dem Kapitel „Hockey“ befasst zu haben, mit dem spannenden „Auf- und Ab“ einer jungen, erfolgreichen Sportlertruppe, hat mir Spaß gemacht. Was letztlich auf den Weg gebracht worden ist, macht mich zufrieden und ich finde, es war der Mühe wert!

Annette Tentrop

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